Donnerstag, 22. Januar 2015

[Rezension] Jane Austen - Vernunft und Gefühl

© btb
Verlag: btb
Erscheinungsjahr: 2011
Ausgabe: Taschenbuch 
Seiten: 448 Seiten 
Kategorie: Klassiker 
Preis: 8,99€ 
ISBN: 9783442742172

Nach dem Tod des Vaters müssen die Schwestern Elinor und Marianne Dashwood aus dem herrschaftlichen Haus in ein kleines Cottage in Devonshire umziehen. Während die besonnene Elinor still leidet, stürzt sich die impulsive, sprunghafte Marianne Hals über Kopf in die Liebe zu einem begehrten Frauenschwarm... (Quelle: http://www.randomhouse.de/btb/)

„Vernunft und Gefühl“ ist nicht die erste Begegnung mit den Werken von Jane Austen. Jedoch war es das erste Buch, welches ich von ihr gelesen habe. Da ich die Verfilmungen bereits kenne und ein wirklich großer Fan von jenen bin, habe ich es nun mit einem ihrer geschriebenen Werke probiert. Ich wurde auch nicht enttäuscht. 
Anfangs hatte ich schon ein wenig Bedenken, was die Sprache, den Stil und die Spannung anging. Doch schon nach den ersten Zeilen, was vermutlich auch an der Übersetzung lag, war ich gefangen in einer längst Vergangenen Zeit. Austens Schreibstil hebt sich deutlich hervor, denn sie versteh es Gefühle so deutlich zu beschreiben, als würde man sie selbst fühlen. 
Gerade Marianne, die ihr Herz auf der Zunge trägt, sieht man es deutlich an. Hier schafft es Austen den Unterschied der beiden Schwestern deutlich zu machen. Elinor ist im Gegensatz zu ihrer Schwester sehr beherrscht, was ihre Gefühle angeht. Sie zeigt sie nicht offen zur Schau, dass selbst ihr nahestehende Personen kaum wissen, was in ihr vorgeht. Da bleibt es nicht aus, das man Elinor oft ins Vertrauen zieht, was ihr letztendlich ein Geheimnis einbringt, welches ihr Herz zu tiefst schmerzt. Während Marianne offen leidet und es ihr sichtlich schlecht ergeht, trägt Elinor es mit Fassung. 
Das Buch hat mir erstaunlich gut gefallen, was ich zuerst kaum erwartet hatte. Was Sprache und Schreibstil anbelangt wurde ich eines Besseren belehrt und hatte keine Schwierigkeiten damit. Es war eher mal ganz anspruchsvoll, was Älteres zu lesen. Wenn man, wie ich dann auch noch den Film kennt, hat man beim Lesen jenen meist in Hinterkopf, was mir einige Szenen besser zu verstehen gab. Anfangs mag es vielleicht ein wenig langweilig sein aber das legt sich und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. 

Zwei Schwestern, wie sie ungleicher nicht seien können, gehen mit den Thema Liebe und Leidenschaft ganz anders um. Das Buch erzählt die Geschichte zweier starker Frauen, die mit ihren Gefühlen zu kämpfen haben. Ein wirklich schönes Buch, welches ganz und gar nicht langatmig ist und die damalige Zeit hervorragend wiedergibt. 


Bewertet mit 4,5 von 5 Lilien




Kommentare:

  1. Die Jane Austen-Bücher sind wirklich toll. Ganz besonders "Stolz und Vorurteil" liebe ich extrem!
    Tolle Rezension :) Ich finde, dass Klassikern öffter eine Chance gegeben werden sollte.

    Liebe Grüße

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    1. Stolz und Vorurteil wird dann wohl nächsten Monat gelesen. Hab ja nun schon von einigen gehört, das Buch soll serh schön sein. Da ich den Film ja nun auch schon kenne und der mir nicht so gut gefallen hat wie S&S bin ich gespannt ob das Buch mich überzeugen kann. Aber davon gehe ich aus. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich sowas mal lese geschweige denn, dass es mir auch gefällt.

      Fühl dich gedrückt!

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  2. Ich liebe Jane Austen. Schon sehr lange. Apropos Verfilmungen: ein Muss ist die BBC Mini Serie mit Colin Firth als Mr. Darcy.

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    1. Ich glaube, ich kenne die Mini Serie von BBC sogar. Aber sicher bin ich mir jetzt nicht. Jane Austen konnte mich mit diesem Band auf jeden Fall überzeugen und Stolz und Vorurteil steht schon im Regal.

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