Montag, 8. Dezember 2014

[Rezension] D.J. Molles - Unter Toten

© Heyne
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2014
Ausgabe: Taschenbuch 
Seiten: 492 Seiten 
Kategorie: Endzeit 
Preis: 8.99€ 
ISBN: 9783453315716




Captain Lee Harden ist in einem Bunker tief unter der Erde stationiert. Seine Aufgabe: Im Katastrophenfall für Ordnung und Sicherheit sorgen und gegebenenfalls eine neue Regierung installieren. Als der Kontakt zu seinem Vorgesetzten abreißt, tritt der Ernstfall ein. Er muss dreißig Tage unter der Erde ausharren, bevor er seinen Anweisungen zufolge den Bunker verlassen darf. Was ihn oben erwartet, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: Zombiehorden haben alles vernichtet. Doch Harden gibt nicht auf. (Quelle: http://www.randomhouse.de/heyne/)

Endzeitromane, die sich hauptsächlich auf Untote spezialisieren sind heute nicht mehr wegzudenken. Sie alle befassen sich mit dem Thema, das eine Apokalypse anbricht und Untote auf Erden wandeln. Da bleibt es nicht aus, dass sich die Thematik in den Büchern ziemlich gleicht. Es ist schwer ein Buch zu finden, das mal etwas Neues beschreibt und sich von den anderen Zombiebüchern abhebt.
Bei „Unter Toten“ war zwar auch nichts Neues vorhanden, dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen. Der erste Band ist ein toller Auftakt und sehr realistisch dargestellt. Jedoch bekommt man hier noch gar nicht so viel von dem Beginn der Apokalypse mit. Die Geschichte beginnt mit Lee, der in seinem Bunker hockt, weil er von der Army eine Mission auferlegt bekommen hat. 30 Tage müssen vergehen ehe er seinen Bunker verlassen und seine Mission antreten darf. 
Der Autor beschreibt hier ganz gut die Situation von Lee, wie er sich fühlt als er tief unter der Erde hockt. Auch als Lee länger nichts mehr von seinem Vorgesetzten hört, und er sich Gedanken darüber macht was da an der Oberfläche passiert ist. Die Panik, Sorge und die Gedanken hat er realistisch darstellen können. Nachdem Lee seinen Bunker verlassen hat, versucht er seine Mission in die Tat umzusetzen, wobei er immer wieder in Schwierigkeiten gerät. 
Wie ich schon erwähnt habe, erfährt man im ersten Teil noch nicht sehr viel über das Virus oder in dem Fall eher über das Bakterium. Als Leser bekommt man nur sehr geringe Informationen darüber. Man erfährt zwar wie man sich schützen kann, wie es sich ausbreitet aber alles andere wird vorerst noch unter Verschluss gehalten. Ich hoffe hierbei ja, dass man in den Folgebänden mehr darüber erfahren wird. 
Gefallen hat mir auch die ganze Atmosphäre in der Geschichte. Die Charaktere, die darin auftauchen und die Konflikte mit denen Lee hier zu tun hat. Das was eine Apokalypse ausmacht, hat hier nicht gefehlt. Es gibt Untote, die Überlebenden und auch Banden, sowie Plünderer. Dinge, die in einer solchen Zeit ganz ohne Gesetz einfach nicht fehlen dürfen. Das Buch enthält einige spannende Szenen, sowie einige, die ein wenig trocken wirken, was sich aber auf beiden Seiten ausgleicht. Zudem muss ich leider anmerken, dass mir die Kapitel ein wenig lang erschienen. Manche umfassten etwa 30 Seiten und wenn in so einem Kapitel nicht wirklich viel geschieht, wird es sehr schnell etwas langatmig. 
Einen Bonuspunkt bekommt das Buch aber noch von mir. Am Ende der Geschichte, das sehr abrupt ist und Fragen offen lässt, gibt es eine kleine Bonusgeschichte. Es dreht sich hierbei nicht um Lee sondern um einen Zivilisten, der den Anfang der Apokalypse miterlebt. Genau das, was man am Anfang des Buches nicht mitbekommt. Eine, in meinen Augen, tolle Idee und wirklich gut gelöst.

„Unter Toten“ schlägt sich wacker im Gerne der Untoten und legt mit dem ersten Band einen interessanten Start hin. Es fehlt hier wirklich an nichts. Von spannungsgeladener Action bis hin zu tiefen Gefühlen, ist hier alles dabei. Man hat das Gefühl mitten in einer Zombieapokalypse zu stecken und alles hautnah miterleben zu können.

 
Bewertet mit 3,5 von 5 Lilien

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