Samstag, 29. November 2014

[Rezension] Manel Loureiro - Apokalypse Z

© Heyne
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2014
Ausgabe: Broschur 
Seiten: 480 Seiten 
Kategorie: Endzeit 
Preis: 14,99€ 
ISBN: 9783453315525



Eine Reihe mysteriöser Krankheitsfälle in Russland ist den internationalen Nachrichtenagenturen nicht mehr als eine Randnotiz wert – bis sich herausstellt, dass der Erreger ein hochansteckendes Virus ist, das innerhalb kürzester Zeit jeden, der sich infiziert, in ein blutrünstiges Monster verwandelt. In der Folge kollabieren Regierungen, Chaos bricht aus, und bald kämpft jeder nur noch für sich selbst. Einer der Überlebenden ist ein junger Anwalt, der beginnt, das Ende der Welt zu dokumentieren. Dies sind seine Aufzeichnungen ... (Quelle: http://www.randomhouse.de/heyne/)

„Apokalypse Z“ ist der erste Band einer bisher drei teiligen Reihe. Es erzählt die Geschichte eines jungen Anwalts, der das Ende der Welt in seinem Blog festhält. Die Geschichte ist vom Schreibstil wirklich gut gelungen, es lässt sich schnell lesen und wirkt durch die Ich Perspektive sehr realistisch. Das Buch ist in Blog und später in Tagebucheinträgen gegliedert, weshalb es auch keine wirklichen Kapitel gibt. Die Einträge sind unterschiedlich lang, aber von einer sehr angenehm zu lesenden Länge. Zudem ist das Buch in drei Abschnitte geteilt, die jeder eine Handlung verfolgen. 
Auf mich wirkt die Geschichte sehr realistisch dargestellt. Man wird am Anfang gleich darauf hingewiesen, dass etwas in Osteuropa schiefgelaufen ist und die Regierung es unter Verschluss hält. In den Nachrichten wird kaum etwas gesendet, Gerüchte werden gestreut und keiner weiß wirklich was überhaupt passiert, bis es zu spät ist. Es ist gut nachvollziehbar, wie die Erde wegen nur einem kleinen Erreger zu Grunde gehen könnte. Der ganze Ablauf von dem Einbruch, der Freisetzung, dem Ausbruch und den Infizierten, die Panik, die ein gewaltiges Chaos zurücklässt, waren erstaunlich gut zu verfolgen. 
Auch das der Protagonist einen ungewöhnlichen Begleiter an seiner Seite hat, nämlich einen Kater, hat das Ganze für mich sehr lesenswert gemacht. Ich habe mir fast mehr Sorgen um das Leben des Katers gemacht als um den Anwalt. Und gerade das wurde an manchen Stellen sehr spannend umgesetzt. Ich habe regelrecht mitgefiebert. 
Allerdings komme ich nicht umhin auch sagen zu müssen, dass ab der Hälfte sich die Geschichte ziemlich zog. Es hat toll angefangen, war interessant und spannend geschrieben. Nur nach einer Weile wurde es in meinen Augen etwas zäh. Irgendwie hat mir da etwas gefehlt, was die Geschichte mehr vorantreibt. Manche Szenen waren für mich einfach nicht spannend genug, was aber auch daran liegen mag, dass ich den zweiten Band schon kannte und wusste wie es ausgeht. 

Ein toller und nahezu realistischer Endzeitroman, mit Untoten und allem was man sich darunter vorstellt. Wenn die Mitte auch etwas geschwächelt hat, nicht aufgeben. Band eins ist es allemal wert gelesen zu werden. Schon alleine wegen dem sympathischen Kater. Die Reihe ist es allemal Wert gelesen zu werden. 


Bewertet mit 3,5 von 5 Lilien

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