Donnerstag, 11. September 2014

[Rezension] Mindy McGinnis - Bis zum letzten Tropfen


© Heyne fliegt
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsjahr: 2014
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 320 Seiten
Kategorie: Dystopie
Preis: 14,99€
ISBN: 9783453268975


Nach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat schon früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter dem Haus vor durstigen Eindringlingen zu schützen. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Lynn und ihre Mutter Fußspuren um den Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar, dass jemand ihre geheime Quelle entdeckt hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit Jahren vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst. Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss sich in den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie die Farm nicht retten. (Quelle: http://www.randomhouse.de/heynefliegt/)

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Nach dem ich den Klappentext gelesen habe war ich schon sehr neugierig auf das Buch. Ich finde Bücher in denen es ums Überleben geht, ausgelöst durch eine Epidemie, ziemlich interessant. Schon deswegen weil alles einen sehr realen Hintergrund hat. Krankheiten stellen für die Weltbevölkerung immer eine Gefahr dar, und sind meiner Meinung nach ein sehr beliebtes Thema was Bücher und Filme angeht.
Die Autorin hat sich also ein Thema ausgesucht, was bei den Lesern gut ankommen dürfte. Allerdings hat mir in dem Buch etwas gefehlt. Gleich am Anfang wird man ins Geschehen hineingeworfen, hier hätte ich mir gewünscht, zu erfahren wie es überhaupt zu der Epidemie kam. Es wurde zwar erwähnt warum das Wasser knapp ist aber nicht wie es dazu kam. 
Auch die Protagonistin war meines Erachtens ein wenig zu abgestumpft. Zum Ende hin wurde sie weicher und zeigte mal Gefühle aber auch viel zu wenig. Sicher, es ist irgendwo nachzuvollziehen dass es eine schwere Zeit ist. Besonders wenn man jeden Tag hart arbeiten muss, um zu überleben. Auch wenn man es nicht anders kennt und so aufgewachsen ist, dennoch Lynn war erst neun als sie ihren ersten Menschen erschoss und mit sechzehn macht es ihr gar nichts mehr aus. Ich persönlich finde das schon ziemlich krass, wenn da kaum Gefühle ans Licht kommen.
Was den Ablauf der Handlung anging, war die Geschichte nicht uninteressant aber auch nicht wirklich spannend. Es ging hier hauptsächlich darum, wie Lynn den Tag verbringt, welchen Aufgaben sie nachgeht und wie sie den Weiher verteidigt. Das Geschehen wird sehr deutlich dargestellt, was es in meinen Augen sehr viel realer erscheinen lässt. Allerdings zieht es sich in dem Punkt, da nicht wirklich etwas Neues passiert. Immer derselbe Trott. Hier fehlt einfach die Spannung an manchen Stellen, ich hab laut Klappentext sehr viel mehr erwartet.

Das Thema ist nichts Neues aber dennoch sehr interessant, vor allem sehr real geschrieben. Die fehlende Spannung an manchen Stellen macht die Geschichte zwar etwas zäh, allerdings lässt das Buch sich durch den Schreibstil gut lesen. Wenn mir auch zu wenig passiert ist, so war das Buch nicht komplett schlecht. Es gab auch einige Szenen die toll geschrieben sind.


Bewertet mit 3 von 5 Lilien


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