Samstag, 13. September 2014

[Rezension] Lara Adrian - Der Kelch von Anavrin: Das Herz des Jägers


© Egmont Lyx
Verlag: Egmont Lyx
Erscheinungsjahr: 2011
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 394 Seiten
Kategorie: Historisch/Fantasy
Preis: 9.99€
ISBN: 9783802585197



England, 1275: Die junge Lady Ariana of Clairmont ist auf der Suche nach ihrem entführten Bruder Kenrick. Als ihr Leben in Gefahr ist, rettet ihr der verwegene Braedon le Chasseur das Leben und bietet ihr seine Hilfe an. Doch Kenricks Verschwinden ist kein Zufall – der ehemalige Templer hat geheime Forschungen über einen mit vier magischen Steinen besetzten Kelch angestellt, der seinem Besitzer unvorstellbare Macht verleiht. Einst ist der Kelch in vier Teile zerbrochen, und die Bruchstücke sind verschollen. Hat Braedon etwas mit Kenricks Verschwinden zu tun? (Quelle: http://www.egmont-lyx.de/)
„Das Herz des Jägers“ ist der erste Band der Anavrin Trilogie und dem Genre historische Fantasy zugeteilt. In meinen Augen ist das Buch allerdings mehr Historisch als Fantasy. Zwar tauchen hier und da mal Fantasy Elemente auf, allerdings steht es kaum im Mittelpunkt. Auch der Kelch, um den es hier eigentlich geht, wird viel zu wenig erwähnt.
Im Vordergrund steht mehr die Befreiung von Arianas Bruder, jene überschneidet sich mit Überfallen von seltsamen Gestalten, die auf die Unterlagen in Arianas Besitz aus sind. An diesen Stellen wird man wieder daran erinnert, dass es eigentlich um einen magischen Schatz geht, der seinem Besitzer unvorstellbare Macht verleiht. 
Erst zum Ende hin ging die Autorin mehr auf das Thema ein. Das vermisste Fantasy Genre kam deutlicher hervor und bestätigte mir aufkommende Vermutungen. Das allerdings nur die letzten Kapitel einigermaßen spannend waren, ist ziemlich Schade, denn schon der Prolog hat eine tolle Fantasy Geschichte versprochen. 

Wenn es jetzt ein rein historisches Buch wäre, würde ich das ganze positiver bewerten. Denn so war es ein guter historischer Roman mit gelegentlich auftauchenden Mythen um Magie, die man sich damals ja nicht erklären konnte oder als Werk des Teufels abgetan wurde. Man merkt die Autorin hat sich mit der damaligen Zeit umfassend beschäftigt, denn auch die Sprache war deutlich anderes als die heutige. Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet, nachdem ich schon in Lara Adrians Ritter Reihe reinlesen durfte. 

Auch die übliche Romanze durfte auch in diesem Buch nicht fehlen. Wenn es auch ziemlich voraussichtlich war, das die Protagonisten am Ende zusammenfinden. Was die erotischen Szenen angeht, nicht jede hätte unbedingt sein müssen, waren jetzt aber auch nicht überwiegend.


Als historischer Roman wirklich lesenswert. Als Fantasy Roman eher befriedigend, wegen mangelnder Magie, Spannung und Ungewöhnlichem. Da Band zwei „Das magische Siegel“ schon bei mir im Regal steht, hoffe ich, dass es etwas besser wird.


Bewertet mit 3 von 5 Lilien



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