Samstag, 8. März 2014

[Rezension] V.M. Giambanco - Dreizehn Tage


© Knaur
Verlag: Droemer/Knaur
Erscheinungsjahr: 2014
Ausgabe: Broschur
Seiten: 576 Seiten
Kategorie: Thriller
Preis: 14.99€
ISBN: 9783426513996



Seattle. Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seit drei Jungen gekidnappt und in die Wälder nahe dem Hoh River verschleppt wurden. Einer von ihnen kam nie zurück.
Ein Vierteljahrhundert später steht ­Detective Alice Madison, seit kurzem erst bei der Mordkommission, vor einer viel zu großen ­Herausforderung: Der beliebte ­Anwalt James Sinclair, seine Frau und seine beiden Jungen wurden in ihren Schlafzimmern grausam ermordet. Eingeritzt in den Türrahmen findet die Polizei die makaber verschnörkelten Worte »13 Tage«. Dies ist die Zeit, die Madison bleibt, um zu beweisen, dass beide Verbrechen zusammenhängen - und schließlich zu erkennen, dass sie alles vergessen muss, was sie gelernt hat. Denn dort, wo einst das Leben eines Kindes endete und ein anderes bald enden soll, verschwimmen die Grenzen zwischen Freund und Feind … (Quelle: http://www.droemer-knaur.de/home)

Das Erste, was mir an dem Buch aufgefallen ist, war der Schreibstil. Giambanco schreibt recht flüssig, deswegen hat es mich zunächst ein wenig verwirrt, dass manche Abschnitte in einer anderen Zeitform geschrieben sind. Es ist nicht weiter hinderlich beim Lesen, da es nicht viele von diesen Abschnitten gibt und man gewöhnt sich nach der Zeit auch daran. Dennoch war es für mich ein wenig ungewöhnlich, zumal mir sowas zuvor noch nicht untergekommen ist.
Zum Inhalt kann ich sagen, weist das Buch eine interessante Thematik auf. Jedoch hielt sich die Spannung auf den ersten 300 Seiten noch ziemlich in Grenzen. Es hat sich ein wenig hingezogen, war zum Teil auch etwas langatmig. Der Mord steht hierbei im Mittelpunkt des Geschehens. Die Leute von der Mordkommission beginnen zu ermitteln. Auch die Presse schaltet sich ein. Man bekommt einen direkten Einblick, wie alles vonstatten geht. Während des Lesens versetzt man sich in die Lage von Alice und ihrem Partner, allerdings hat man einen besseren Überblick was die Ermittlungen angeht.
Nach den 300 Seiten steigt die Spannung dann langsam an. Man fängt an zu rätseln, erste Schlüsse zu ziehen und selbst Fragen zu stellen, wieso, weshalb und warum. Meiner Meinung nach wird aber die Zeitspanne von Dreizehn Tagen ein wenig vernachlässigt. Mir fehlt einfach das Tempo, der Druck, die Anspannung, die zu spüren ist, wenn man weiß, man hat nur Dreizehn Tage Zeit, bis der Täter wieder zuschlägt. Zum Ende hin nahm die Geschichte dann richtig an Fahrt auf. Ich habe die letzten 150 Seiten nur so verschlungen. Man merkt deutlich, dass es zum spannenden Abschluss kommt.

Ich bin erst sehr spät an dem Punkt angelangt, wo ich unbedingt wissen wollte, wie es mit dem Fall nun weiter geht. Die Thematik an sich ist sehr interessant und gut geschrieben, allerdings hätte man, meiner Meinung nach, einige Stellen auch weg lassen können. Das Buch empfehle ich den Lesern, die einen etwas langsameren, fast schon ruhigen Thriller bevorzugen. 


Bewertet mit 3 von 5 Lilien


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freu mich immer über Eure Kommentare, also traut Euch und lasst mir Eure Meinung, Grüße oder was auch immer Euch einfällt da. Die Kommentare erscheinen, wenn ich sie freigeschalten habe. Viel Spaß!