Samstag, 22. Februar 2014

[Rezension] Christopher Paolini - Eragon: Das Vermächtnis der Drachenreiter


© cbj
Verlag: cbj 
Erscheinungsjahr: 2004
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 608 Seiten 
Kategorie: Jugendbuch/High Fantasy
Preis: 19.90€
ISBN: 9783570128039
Als Eragon auf der Jagd einen glänzenden blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Doch plötzlich zeichnen sich auf dessen Oberfläche feine Risse. Ein Drachenjunges entschlüpft der Schale und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt. Über Nacht wird Eragon in eine schicksalhafte Welt voller Magie und Macht geworfen. Elfen, Zwerge und Monster bevölkern Alagaesia, dessen grenzenlos grausamer Herrscher das Volk unterjocht. Mit nichts als einem Schwert und den Ratschlägen seines Lehrmeisters stellt sich Eragon dem Kampf gegen das Böse. An seiner Seite Saphira, der blaue Drache. Wird Eragon das Erbe des legendären Drachenreiters antreten können? Das Schicksal aller liegt in seiner Hand… (Quelle: http://www.randomhouse.de/cbj/)

Das Buch hat mir trotz kleiner Kriterien ziemlich gut gefallen. Man merkt nicht sofort, dass die Geschichte von einem damals 15 Jährigen nieder geschrieben wurde. Aber dennoch gibt es hier und da ein paar Punkte, die mich zwar nicht stören aber nicht ganz so passend sind. Denn der Protagonist Eragon erscheint mir in manchen Hinsichten zu perfekt. Perfekt nicht in dem Sinne, dass er keine Fehler macht. 
Auch er muss noch einiges lernen, jedoch kann er vieles in Bezug auf Magie schon zu früh. Das, wofür die damaligen Drachenreiter in der Geschichte Jahre brauchten, um es zu beherrschen, schafft er in kürzester Zeit. Ihm ist viel zu viel bewusst und das macht auf mich den Eindruck, dass ihm alles nur so zu fliegt. Natürlich spielt er eine wichtige Rolle in der Geschichte, aber dennoch hätte man es anders ausarbeiten können. Schließlich war er ein einfacher Bauernjunge, der von heute auf morgen zum Drachenreiter wurde. Er hatte keine Ausbildung im Umgang mit Magie und dennoch weiß er wie er sie entfesseln und einsetzen kann.
Aber das ist nur eine Kleinigkeit am Rande, denn die Geschichte ist wirklich fantastisch. Ich würde jetzt keinen Vergleich zu anderen High Fantasy Büchern anstellen aber dafür, dass der Autor noch so jung war ist die Geschichte im Ganzen gut ausgefeilt. Er hat alles sehr detailliert beschrieben. Gefühle und Beziehungen zwischen den Personen werden sehr deutlich dargestellt. Das ich bei manchen Szenen sogar zu Tränen gerührt war.
Paolini hat eine abenteuerliche Welt geschaffen, mit Wesen die typisch sind für High Fantasy Bücher. Die Geschichte hat aber dennoch ihren eigenen Charakter und lässt sich gut lesen, da der Schreibstil nicht steif und unnahbar wirkt.

Es ist nicht mit Herr der Ringe oder Das Schwert der Wahrheit zu vergleichen. Aber mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Man findet sich leicht hinein in die Charaktere, die äußerst sympathisch rüber kommen. Wer es mal mit High Fantasy probieren möchte, dem lege ich Eragon ans Herz. Denn es ist nicht ein ganz so schwerer Schinken, wie manch andere Bücher in diesem Genre. 



Bewertet mit 3,5 von 5 Lilien


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